Kirbewanderung auf dem Streuobst- und Leisawegle

Traditionell wandern die NaturFreunde aus Reutlingen und Tübingen am Kirbesonntag gemeinsam. Die Wanderleitung erfolgt abwechselnd, diesmal waren wir als Tübinger dran, für die andere Ortsgruppe ist das Wanderziel immer eine Überraschung. Die Wanderer trafen sich am Friedhofparkplatz in Mössingen. Wilfried Klett als Wanderführer für die Ortsgruppe Tübingen verriet das Ziel: Vom Streuobstwegle, einem neuen Premiumwanderweg zum Leisawegle. Am Streuobstwegle gibt es viele Infotafeln zum Thema Streuobst.

Die NaturFreunde Tübingen bewirtschaften rund um ihr NaturFreundehaus Neuhalde die Streuobstwiese, auch von den Reutlinger NaturFreunden besitzen einige eigene Streuobstwiesen. Insofern konnte während der Wanderung auch ein reger Austausch über Obstsorten erfolgen. Es war ein siebenjähriges Kind mit dabei, welches sich sehr für die Bäume interessierte. Nur noch vereinzelt hingen Äpfel und Birnen an den Bäumen, insofern mussten die Bäume anhand der Blätter, des Wuchses und der Rinde bestimmt werden. Den Hobby-Obstbauern fiel dies natürlich leicht. Auf Wiesen- und Waldwegen ging es bergan, durch den Regen waren einige Wege recht aufgeweicht. Besonders aufgefallen ist den Wanderern der Arbeitsdienstweg, die Herkunft des Namens konnte aber leider niemand erklären. Entlang dieses Wegs gab es schöne Aussichten auf das Steinlachtal mit Mössingen, Ofterdingen und Bodelshausen. Die Wurmlinger Kapelle schien durch den Nebel im Himmel zu schweben. Auf der anderen Seite war die Aussicht auf Talheim, Filsenberg, Roßberg und den Mössinger Bergrutsch. Auf der Magerwiese gab es einige Silberdistel. Hagebutten, Ligusterbeeren und noch weitere Beeren sowie verschiedene Pilze säumten den Wegesrand. Letzte Schmetterlinge genossen den warmen Tag.

Am Parkplatz Linden war die Vesperpause. Ingritt Klett, die Frau des Wanderführers, hatte Zwiebelkuchen gebacken, der nun warm kredenzt wurde. So blieb manches Vesper im Rucksack. Nach der Pause wechselte die Gruppe zum Leisawegle. Früher wurden hier Linsen kultiviert, heute jedoch nicht mehr. Die Aussichten wurden im Laufe des Tages immer klarer, der Nebel verzog sich mehr und mehr und die Sonne wärmte. Auf der zu überquerenden Viehweide gab es kein Vieh, dafür aber viel Sumpf, teilweise wurde der Weg dadurch rutschig. Vorbei am Vogelschutzzentrum Mössingen ging es wieder über Streuobstwiesen zum Linsenbühl. Später begleitete der Linsenbach die Wanderer. Ganz zum Schluss gab es noch eine tierische Besonderheit: eine Blindschleiche hatte sich auf den Weg verirrt. Im Schatten war es recht kühl, so dass sie sich kaum bewegte. Um sie vor Tritten zu schützen, wurde sie auf einem Stock in Sicherheit gebracht.

Zum Abschluss fuhr die Gruppe noch zum Café Pausa, wo sich auch das Streuobstzentrum befindet. Dorthin kamen aus beiden Gruppen noch Mitglieder, die nicht mehr mitwandern können, sich aber weiterhin an den Begegnungen erfreuen.

Jürgen

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