Kirbewanderung der NaturFreunde Reutlingen und Tübingen

Traditionell wandern die Ortsgruppen Reutlingen und Tübingen der NaturFreunde am Kirbesonntag gemeinsam. Die Wanderführung erfolgt abwechselnd, diesmal waren die Tübinger mit der Organisation betraut. Die Überraschung, wohin die Wanderung führt, wird regelmäßig erst im Sommer verraten. Die Tübinger NaturFreunde hatten den neuen Premiumwanderweg „Spitzbergwegle“ durch das Naturschutzgebiet Spitzberg ausgesucht. Mit insgesamt 22 wanderfreudigen NaturFreunden und Gästen startete die Tour auf dem Kapellenparkplatz in Wurmlingen. Der Weg zur Kapelle führte diesmal nicht über den bekannten Kreuzweg, sondern über den Wanderweg durch Streuobstwiesen. Er führte zum Rastplatz am Sattel und dann steil hinauf zur Kapelle, wobei noch ein Weidezaun um die Schafweide zu überwinden war – samt kleinen Stromschlägen, die die, die den Zaun aushängten, damit alle drübersteigen konnten und anschließend natürlich auch wieder schlossen, spüren mussten. Die Wanderer hatten Glück: die Kapelle samt Gruft war geöffnet und diese Kleinod konnte besichtigt werden. Natürlich durfte das Zitieren des Liedes von Ludwig Uhland: „Droben stehet die Kapelle, schauet still ins Tal hinab“ nicht fehlen. Aber die meisten konnten wenigstens den ersten Vers komplett auswendig. Am Morgen war der Andrang an der Kapelle auch noch nicht so groß. Beim Abstieg wurde Herbstenzian gesichtet, aus dessen Wurzeln der Enzianschnaps gebrannt wird. Weiter ging es über den Bergkamm durch den Wald. Auf einer Viehweide gab es einen Hexenkreis aus Pilzen, also ein kreisrunde Ansammlung. Die Tübinger NaturFreunde trieben ein wenig zur Eile – am Rastplatz Holzacker dann wurde eine Überraschung gelüftet: die Tische waren schön eingedeckt mit Tischdecke und Dekomaterial – eine NaturFreundin hatte am Morgen Zwiebelkuchen für alle gebacken. Dazu reichte sie und ihr Mann Süßmost! Nach der ausgiebigen Rast führte die Wanderung über den unteren Weg, der wieder zurückführt zur Kapelle. Begleitet wird dieser Weg von vielen schönen Aussichten ins Neckartal und auf den kompletten Albtrauf. Die Gegend soll auch als „schwäbische Toskana“ betitelt werden: alte Weinberge, deren Mauern erhalten und ausgebessert werden, Weinberge, die über Ziegen frei von Bewuchs gehalten werden und auch einige noch aktive Weinberge säumten den Weg, die bereits abgeerntet waren aber mit ihrem bunten Laub bezauberten. Es konnte auch gleich gespürt werden, weshalb hier Wein angebaut wird: Die Temperaturen waren um einiges höher als anderswo, die Steinmauern strahlen die Wärme ab. Der Hirsch über Hirschau war lange Zeit ein Wegbegleiter, zudem die Wurmlinger Kapelel. Der Abstieg zum Auto erfolgte dann über den Kreuzweg. Der Abschluss war bei Kaffee und Kuchen beim Fest in Kiebingen.

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